Stadt Eberswalde
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Kupferhammer

Britzer Straße 13
16225 Eberswalde


Der Kessel für die erste preußische Dampfmaschine wurde 1785 hier hergestellt! In Eberswalde wurde Kupfer nicht nur produziert, sondern auch gleich weiterverarbeitet. Und das mit Tradition: Die Geschichte der Kupferverarbeitung in Eberswalde begann bereits im 16. Jahrhundert.

Ursprünglich wurden nur zwei kleine Kupferhämmer am Kienwerder an der Schwärze betrieben – das Flusswasser wurde als Produktionsantrieb genutzt. Im Jahr 1603 wurde durch den Kurfürsten Joachim Friedrich der Kupferhammer am Kienwerder erworben und auf ein Areal am Finowkanal verlegt, um die Wasserkraft zu nutzen. Mit dem Beginn dieser kurfürstlichen Verwaltung der Produktionsstätte wurde die Schließung aller Privatkupferhämmer in der Mark Brandenburg angeordnet. Von nun an musste verarbeitetes Kupfer aus Eberswalde bezogen werden.

Bedeutsamer wurde der Kupferhammer ab 1712, da regelmäßig Innungsveranstaltungen des märkischen Kupferschmiedehandwerks durchgeführt wurden und die Abnahme der Meisterprüfung nur in Eberswalde  möglich war. Mit der Einführung der allgemeinen Gewerbefreiheit 1810 verlor das Werk seine damalige Monopolstellung.

Den Niedergang erlebte der Kupferhammer im ersten Weltkrieg. Nach einer Umfunktionierung zum Silberwalzwerk in den 1920ern folgte die Enteignung. Nach dem Zweiten Weltkrieg konnte die Produktion nicht wieder aufgenommen werden.

Heute sind noch die Gebäude des Walzwerkes in der Britzer Straße, das alte Hüttenamt sowie drei Wohnhäuser für die Arbeiter und ihre Familien, die in unmittelbarer Nachbarschaft des Walzwerkes wohnten, sichtbar.