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Eisenspalterei (Altes und Neues Walzwerk)

Am Alten Walzwerk 1
16227 Eberswalde

Web: www.familiengarten-eberswalde.de


Was ist eigentlich die Eisenspalterei? So wurde der Vorgang genannt, bei dem ein Schneidewerk die erhitzten, gewalzten Eisenstäbe zur Weiterverarbeitung in Kleinprofile „spaltete“. Die hierfür benötigten Rohstoffe wurden von märkischen Hüttenwerken geliefert. Befeuert wurden die Öfen mit örtlich produzierter Holzkohle. 

Errichtet wurde die Eisenspalterei und Drahtzieherei im Jahr 1698 durch den Hugenotten Moise Aureillon. 1719 wurde das Werk vom Staat gekauft und verpachtet. Nach englischen Vorbildern wurde von 1816 bis 1818 das Blechwalzwerk mit einer klassizistischen Fassade erbaut. Der Entwurf stammt wahrscheinlich von Johann Friedrich Wedding, einem der führenden Industriebaumeister in Preußen. Der Maler Carl Blechen schuf hier sein berühmtes Gemälde „Walzwerk Neustadt Eberswalde“, welches dem alten Walzwerk den Beinamen „Blechenhaus“ einbrachte. Es ist eine der frühesten Darstellungen von Industrie in der deutschen Kunstgeschichte. Heute nutzt der Metallbildhauer Eckhard Herrmann das „Blechenhaus“ als Atelier, welches auch Besuchern offen steht.

Die Erweiterung des Werkes gegen Ende des 19. Jahrhunderts führte zum Bau des „Neuen Walzwerkes“. Damit verbunden war auch eine Veränderung in der Produktpalette. Es wurden nun auch Neustädter Bleche, Qualitäts-Stabeisen und Hufeisen produziert.

Auf dem westlichen Betriebsgelände wurde um 1900 eine Eisenhalle von bautechnik- und architekturgeschichtlich größter Bedeutung aufgestellt. Sie gilt als Vorläufer aller großen Eisengitter- und Fachwerkbogenkonstruktionen im Fabrik-, Bahnhofs- und AUsstellungsbau. Konstruiert wurde die Halle ursprünglich als Prototyp in der Zeit von 1847-49 von August Borsig für seine Maschinenfabriken in Berlin-Moabit. 1899 gelangte die Halle, welche auch als Borsighalle bezeichnet wird, als Teilbausatz zur Eisenspalterei und wurde hier zunächst zur Verarbeitung von Eisenschrott und nach 1945 zur Lagerung von Eisenblöcken (sog. Knüppeln) genutzt. Seit 1993 steht die Halle leer.

Im Jahr 2002 fand in Eberswalde die Landesgartenschau statt und das Walzwerkgelände wurde anschließend als Freizeitpark „Familiengarten Eberswalde“ eingerichtet. Das imposante Schwungrad der Dampfmaschine ist noch erhalten und kann im Familiengarten Eberswalde besichtigt werden. Nehmen Sie eine ganz neue Perspektive ein und erkunden Sie die unterirdischen Betriebs- und Freigräben mit dem Tretboot!

Der Familiengarten Eberswalde ist für Sie vom 01.04. bis zum 31.10. durchgehend in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.

Die Tourist-Information im Familiengarten hat ganzjährig dienstags und mittwochs jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr für Sie geöffnet.

(gültig ab 25.03.2013)

 

Tageskarte

 

Erwachsener: 3,00 Euro

Ermäßigter Eintritt*: 1,50 Euro

Kinder 4 bis 16 Jahre: 1,50 Euro

Kinder bis 3 Jahre, Begleitperson für Schwerbehinderte, Busfahrer, Reiseleiter: kostenloser Eintritt

 

Inhaber des aktuellen Familienpasses Brandenburg erhalten in der Saison 2014 beim Eintritt gegen Vorlage des jeweiligen Coupons für jedes Kind einen Familiengarten-Flipperbahn-Ball gratis.

 

Grünes Klassenzimmer

Kinder bzw. Schüler zahlen zuzüglich 0,50 Euro zum Eintritt pro Kind.

 

* Ermäßigter Eintritt für: Schwerbehinderte, Schüler über 16 Jahre, Auszubildende, Studenten, Wehr- und Zivildienstleistende, Arbeitslose und Empfänger von ALG II (die jeweils gültigen Ausweise sind beim Erwerb der Eintrittskarten vorzulegen).

 

Wichtige Hinweise: Für Veranstaltungen werden hiervon abweichende Eintrittspreise berechnet.

Im Familiengarten Eberswalde