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Handbetriebene historische Schleusen





Es gibt sie noch heute! Ganze 12 historische Schleusen werden aktuell am 32 km langen Finowkanal noch von Hand per Kurbel geöffnet oder geschlossen – wie vor 400 Jahren. Fühlen Sie sich zurückversetzt in eine Zeit als die Uhren noch anders gingen. 

Bereits im Jahr 1767 gab es über 17 Schleusen am Finowkanal, damals noch verteilt über eine Länge von rund 44 km. Aufgrund des zunehmenden Schiffsverkehrs entstanden zwischen 1874 und 1885 zahlreiche Doppelschleusen und ersetzten die ehemals hölzernen Schleusen. 

Die Stadtschleuse Eberswalde hat dabei eine Sonderstellung: Sie ist die älteste noch betriebsfähige Schleuse zwischen Elbe und Oder. Die hölzernen Obertore werden mittels Schiebestangen geöffnet bzw. geschlossen. Ihr Vorgänger, die Schleuse bei der „Neustadt-Eberswalde“ wurde 1607 erbaut und im Dreißigjährigen Krieg zerstört. Nach einer Neuerrichtung als „Neustädtische Schleuse“ 1744/45 war 1831 ein Neubau erforderlich. Die Abmessungen entsprachen denen des bereits 1817 festgelegten Grundrisses für Finowkanalschleusen und daher wurde die Schleuse zweischiffig mit versetzten Häuptern gebaut.

Gut zu wissen: Die Maße der Schleusen wurden an die gängigen Schiffsgrößen angepasst. – Durch königliche Order erfolgt die Festlegung der ersten einheitlichen Schiffsgröße in Preußen, das „Finowmaß“. Das bedeutet: 40,2 m Länge, 4,6 m Breite, maximaler Tiefgang von 1,4 m und eine Tragfähigkeit von 170 Tonnen.