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Messingwerksiedlung

Erich-Steinfurth-Straße
16227 Eberswalde (Ortsteil Finow)


Über 300 Jahre alt ist die Messingwerksiedlung im Ortsteil Finow und somit die älteste, noch so gut erhaltene Werkssiedlung im Land Brandenburg.

Rund um das Messingwerk wurde eine Wohnsiedlung für die Arbeiter von der Fabrikantenfamilie Hirsch zwischen 1863 und 1933 ausgebaut. Gustav Hirsch sorgte für seine Arbeiter, was für die Zeit während der Industrialisierung nicht unbedingt üblich war. Dabei machte er einen unfassbaren Fund: Mit dem Bau der Siedlung stieß er 1913 während der Ausschachtungsarbeiten auf den bekannten Eberswalder Goldschatz. Zur Erinnerung ließ der Rotary-Club Eberswalde 2007 eine von dem Eberswalder Metallgestalter Eckhard Herrmann entworfene Stele in der Nähe des Fundortes errichten, welche die Fundsituation nachstellt.

Der Original Goldschatz ist während des Zweiten Weltkrieges nach Moskau gekommen und wird dort im Puschkin-Museum aufbewahrt. Eine Nachbildung befindet sich heute im Museum Eberswalde in der Adler-Apotheke.

Gut zu wissen: Im Jahr 1931 wurden hier zahlreiche Musterhäuser aus Kupferplatten gebaut, auch unter dem Einfluss von dem Bauhaus-Begründer Walter Gropius. Das Areal steht unter Denkmalschutz.

Zwischen Erich-Steinfurth-Straße und Altenhofer Straße

(Ortsteil Finow)

16227 Eberswalde